Kategorie-Archiv: Allgemein

Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.05.2017

Eine militärische Auseinandersetzung mit Großbritannien lag zunächst nicht im Blickfeld Hitlers. Erst als sein Plan, die Welt in Interessensphären zwischen Deutschland als bestimmender Kontinentalmacht und Großbritannien als führender Seemacht aufzuteilen, an der Haltung von Premierminister Winston Churchill scheiterte, ließ er im Juli 1940 unter dem Codenamen „Operation Seelöwe“ Pläne zur Invasion Englands ausarbeiten, um den Krieg im Westen noch vor dem Feldzug gegen die Sowjetunion mit einem Sieg über Großbritannien zu beenden.

Zur Vorbereitung der Invasion begann am 13. August 1940 die “Luftschlacht um England“. Gleichzeitig wurden an entlegenen Stellen Landungsboote und Transportschiffe getestet, mit denen Truppen und Material aus dem besetzten Frankreich über den Kanal nach England gebracht werden sollten. Da diese Übungen unter strengster Geheimhaltung abliefen, existieren davon so gut wie keine Filmaufnahmen.

Umso bedeutender ist eine 16-mm-Filmrolle, die wir im Nachlass eines Ingenieurs gefunden haben, der bei der „Operation Seelöwe“ eingesetzt war. Seine ca. 15 Minuten langen Aufnahmen sind wahrscheinlich die einzigen privat gedrehten Filmszenen, die die Vorbereitungen für die Invasion Englands dokumentieren.

“Seelöwe” zerschlug sich wenig später, weil die deutsche Luftwaffe zu keinem Zeitpunkt die Luftüberlegenheit über England gewinnen konnte. Ende des Jahres 1940 wurde der Invasionsplan, den Hitler ohnehin nur halbherzig verfolgte, vollständig aufgegeben.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.05.2017


Wie bereits berichtet, konnten wir den kompletten Filmnachlass von Generalleutnant Max Fremerey erwerben. Die Rollen mit einer Gesamtlaufzeit von fast zwei Stunden liegen inzwischen in einer HD-Abtastung vor.

Max Fremerey trat 1910 als Fahnenjunker in das Dragoner-Regiment 7 ein. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde er als Hauptmann in die Reichswehr übernommen. 1924 wurde er Chef der 3. Eskadron im 8. Preußischen Reiter-Regiment. Am 1. Oktober 1934 zum Oberstleutnant befördert, erfolgte am gleichen Tag die Ernennung zum Kommandeur des Reiter-Regiments 17. Am 1. April 1937 Beförderung zum Oberst. Bei der Mobilmachung Kommandeur des Infanterie-Regiments 480. Am 1. Juni 1941 Beförderung zum Generalmajor. 1941 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold, im Sommer 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Ende September 1942 Versetzung in die Führerreserve. Am 1. Februar 1943 Ernennung zum Kommandant von Hannover. Am 1. Oktober übernahm er, inzwischen zum Generalleutnant befördert, als Kommandeur die 155. Reserve-Panzer Division, die er bis zur Auflösung der Division im April 1944 führte. Am 20. Mai 1944 übernahm er die 233. Reserve-Panzer Division. Als Kommandeur dieser Einheit geriet er bei der Kapitulation am 8. Mai 1945 in alliierte Kriegsgefangenschaft, aus der er im Juli 1947 entlassen wurde

Seine privat gedrehten Filme, aufgenommen an der West- und Ostfront, haben die Kriegswirren unbeschadet überstanden und sind nun Teil unseres Archivbestandes.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.05.2017

Wir dürfen mitteilen, dass unsere Agentur alle Rechte der Boehner – Film aus dem Nachlass der CineMedia Film Aktiengesellschaft Geyer-Werke übernommen hat.

Boehner – Film wurde Mitte der 1920er Jahre von Fritz Boehner in Dresden gegründet und zählt mit über 2000 Dokumentar-, Industrie- und Kulturfilmen zu den bedeutendsten Filmproduzenten Deutschlands.

Zu den bekanntesten Filmen von Fritz Boehner gehören:

Durch diesen Ankauf konnten wir unseren Bestand an historischen Aufnahmen der Jahre 1925 bis 1945 um mehrere hundert Stunden Film erweitern.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.2017

Unsere Sichtung verschiedener Privatfilmbestände im süddeutschen Raum war erfolgreich: In München haben wir zehn Filmrollen eines ehemaligen Flugzeugführers einer JU 52 für unser Archiv erworben, der mit gutem Auge für Motive seine Einsätze ua. in Frankreich, Griechenland, Syrien und Irak („Sonderkommando Junck“), Afrika und Rumänien auf Film festgehalten hat. Etwa 12 Minuten der insgesamt rund zwei Stunden langen Filmaufnahmen sind in Farbe.

In Ingolstadt konnten wir einen ca. 20 Minuten langen Kodak-Farbfilm mit Aufnahmen ua. aus Süddeutschland und Berlin übernehmen. Die Farbqualität dieses inzwischen fast 80 Jahre alten Filmes ist hervorragend. Wir freuen uns, dieses Filmdokument zu unseren Beständen zählen zu dürfen.

Ein weiterer umfangreicher Nachlass wurde grob gesichtet. Da es sich um mehrere Dutzend Filmrollen handelt, haben wir kurzfristig einen weiteren Termin festgesetzt. Wir berichten, sobald wir auch diesen Ankauf erfolgreich abgeschlossen haben.

Parallel dazu erhielten wir wieder verschiedene Einlieferungen von Privathand, die in Kürze geprüft werden. Dafür sagen wir an dieser Stelle allen Einsendern besten Dank.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.04.2017

Da ich selber mehrfach Afghanistan bereisen konnte und dort Beiträge ua. auf SAT1 gedreht habe, interessieren mich private Filmaufnahmen aus dieser Region besonders. Eine 16-mm-Filmrolle, die uns ein Mediziner von seiner Reise ua. nach Masar-e Sharif in den 1980er Jahren zugeschickt hat, hält Land und Leute in wirklich guten Einstellungen lebendig. Ich danke sehr für dieses großzügige Geschenk!

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 21.04.2017

Urlaubreisen und Farbaufnahmen sind für die Filmamateure der 1930er Jahre ein „Muss“. Wir freuen uns, wenn diese wunderschönen Filme erhalten geblieben sind und den Weg in unser Archiv finden. Denn dass neben reinen Urlaubsmotiven auch immer zeithistorisch interessante Sequenzen gedreht wurden, zeigt auch dieser 16-mm-Film von einer Reise nach Österreich.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 19.04.2017

Berlin als geteilte Stadt: auch diese Amateuraufnahmen ergänzen seit neustem unseren Bestand. Der umfangreiche Nachlass, der uns von den Erben übereignet wurde, wird zur Zeit noch bearbeitet. Diese kurzen Ausschnitte möchten wir aber schon jetzt zugänglich machen, weil sie nachdrücklich dokumentieren, wie die Mauer das Leben der Menschen in der Stadt veränderte.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 13.04.2017

Ein 16-mm-Film, der uns – wie viele andere auch – als Geschenk überlassen wurde, hält den Alltag in einer so genannten „Feldwerkstatt“ der Wehrmacht fest. Die Aufnahmen stammen von einem Angehörigen der „Feldwerkstatt 533“ und dokumentieren den Einsatz der Einheit in Frankreich und später während des Ostfeldzuges. Besonders interessant sind die umfangreichen Filmaufnahmen verschiedener gepanzerter Fahrzeuge, die von den Mechanikern der Einheit für ihren Einsatz getestet oder instand gesetzt wurden.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.04.2017

Unsere aktuellen Film-Sichtungen in Norddeutschland waren erfolgreich. Neben mehreren 16-mm Rollen eines ehemaligen Ingenieurs der Blohm & Voss-Werft in Hamburg, der zu Beginn der 1940er Jahre Produktion und In-Dienst-Stellung verschiedener Kriegsschiffe festhielt, konnten wir weitere Filmrollen mit einer Gesamtlaufzeit von ca. drei Stunden aus der unmittelbaren Nachkriegszeit erwerben.

Erfolgversprechend gestaltete sich auch die Suche nach einem bislang als verschollen geltenden Film, den ein Amateur bei den Festspielen in Stedingsehre gedreht hat. Wir berichten zeitnah mehr über dieses besondere Filmdokument.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.04.2017

Ergänzend zu den zahlreichen Einlieferungen erweitern wir unseren Archivbestand immer wieder durch gezielte Zukäufe.

In der vergangenen Woche führte uns der Weg über Eisenach und das Erzgebirge bis nach Dresden und an die tschechische Grenze, um private Filmbestände zu sichten und zu erwerben.

Fünf 35-mm Filme aus den 1920er Jahren, ein kompletter, bereits exakt verschrifteter 16-mm Filmnachlass eines ehemaligen Wehrmachtsoffiziers (Ausbildung, Westfeldzug, Rumänien, Griechenland), zwei 16-mm Farbfilme aus dem Leben der NS-Organisation “Glaube und Schönheit” und ein 16-mm Farbfilm einer Wehrmachtsübung erweitern ab sofort unseren Bestand.

Die Filme werden in Kürze in 2K abgetastet und stehen dann für die Forschung und für Dokumentationen zur Verfügung.

Einen weiteren Bestand mit rund 150 (!) Rollen konnten wir in der Kürze der Zeit nur grob sichten. Hierzu wurde zeitnah ein zweites Treffen vereinbart.

In dieser Woche bin ich in Hamburg, in der Lüneburger Heide und in Bremen, um Filmbestände anzukaufen. Wir berichten darüber in Kürze.

Vom 24. bis 26. April sichte ich in Nürnberg, Ingolstadt, Augsburg und München verschiedene Filmnachlässe.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 07.04.2017

Bewegte Szenen aus dem Prag der späten 1920er Jahre waren bisher in unserem Archiv eher spärlich zu finden. Das hat sich mit einem Nachlass, den wir in Frankreich erwerben konnten, erfreulicherweise geändert. Umfangreiche Aufnahmen halten das Leben und die Atmosphäre der Stadt auf vielfältige Weise lebendig. Besonders interessant sind auch Aufnahmen des jüdischen Rathauses, das 1541 erstmalig erwähnt wird. Neben einer Uhr mit römischem Zifferblatt an seinem Turm, ist am Giebel eine weitere Uhr mit hebräischem Zifferblatt angebracht. Deren Zeiger laufen – entsprechend der Schreibrichtung des Hebräischen – in umgekehrter Richtung von rechts nach links. Beide Uhren sind im Inneren an ein und dasselbe Uhrwerk angeschlossen und wurden im Jahre 1764 hergestellt. Das jüdische Rathaus war der Sitz der jüdischen Selbstverwaltung der Prager Judenstadt, wo auch der Ältestenrat residierte, der die Gemeinde nach innen und außen repräsentierte. Hier war auch der Sitz des Rabbinergerichts.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 23.03.2017

Lange und intensiv recherchierten wir nach einem Filmschatz, auf dessen Existenz wir von einem Freund unserer Archivarbeit hingewiesen wurden: die seit Kriegsende verschollenen Rollen eines Amateurfilmers aus dem Sudetenland, die mit einer Laufzeit von fast 6 Stunden (!!) das Leben in Böhmen und Mähren während der Protektoratszeit dokumentieren. Privatfilme aus dem Protektorat Böhmen und Mähren sind extrem selten, da fast das gesamte Material in den letzten Kriegsmonaten und im Zuge der Vertreibung verloren ging.

Der nun wieder aufgetauchte, und in HD abgetastete Filmschatz zeigt neben Paraden, Kundgebungen und Aufmärschen in großen Städten wie Brünn auch Szenen aus kleinen südmährischen Dörfern. Außerdem werden Reisen nach Eisenach, Kassel oder Wien mit der Kamera festgehalten.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.03.2017

Wie bereits berichtet, konnten wir unser Archiv durch die Übernahme umfangreicher Privatfilmnachlässe aus den 1930er und 1940er Jahren ausbauen. Der erste, in 2K abgetastete Bestand, liegt uns jetzt vor und ist bereits komplett verschriftet.

Nach Bearbeitung des Materials (unscharfe und verwackelte Szenen, die bei Amateurfilmern vorkommen können, werden herausgeschnitten) bleibt ein Bestand von exakt 115 Minuten. Die hier eingestellten Aufnahmen entstanden 1943 und dokumentieren die Ereignisse während eines Bomberangriffs auf die damalige Reichshauptstadt Berlin.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 23.02.2017

1932, nur wenige Monate vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, machten die Nationalsozialisten im ganzen Reich durch Aufmärsche ihrer Verbände auf sich aufmerksam. Einem Amateurfilmer aus Pforzheim verdanken wir diese 16-mm-Aufnahmen, die bei einer Großkundgebung von rund 4.000 SA- und SS-Männern entstanden sind.

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