Neuigkeiten aus dem Archiv – 09.04.2013

Wie wir bereits berichteten, wurde uns vor einiger Zeit der komplette Filmnachlass eines ehemaligen AGFA-Direktors angeboten. Auf der aktuellen Sichtungsreise durch Süddeutschland konnten wir dieses historisch außergewöhnlich interessante Konvolut sichten und für unser Archiv erwerben. Auf 39 Filmrollen (im 16-mm-Format) hat der Filmer, der aufgrund seines Berufes professionell und mit den jeweils modernsten Kameras gedreht hat, den deutschen Alltag der Jahre 1931 bis 1938 festgehalten.

Die Aufnahmen stammen aus ganz Deutschland: von Ostpreußen bis Aachen, von der Nord- und Ostsee bis nach München. Einen eigenen Schwerpunkt bilden Berlin und die Olympiade 1936.

Wir schätzen die Gesamtlauflänge auf etwa fünf Stunden.

Wir danken für die freundliche Aufnahme, das interessante Gespräch und die Bereitschaft, uns diesen Filmschatz zu überlassen.

Neu erwerben konnten wir auch zwei 8-mm-Filmrollen mit privaten Aufnahmen aus Schlesien vor 1939. Die Gesamtlauflänge dieser Filme liegt bei ca. 40 Minuten.

Hingewiesen wurden wir im Laufe der Reise auf einen komplett erhaltenen Filmnachlass eines ehemaligen Filmberichterstatters (die Rede ist von rund 50 Rollen). Dieser Spur gehen wir zur Zeit mit Hilfe eines engagierten Antiquitätenhändlers nach. Das Material ist nachweislich vorhandenen und wir sind überzeugt, auch diesen Filmschatz in nächster Zeit finden und für die historische Forschung erhalten zu können.

Die neu erworbenen Filme werden in den nächsten Tagen gesichtet und anschließend auf HD abgetastet. Ausschnitte daraus erscheinen in Kürze auf unserer Website.

Geschrieben von

Meine beiden großen Leidenschaften, die Geschichtswissenschaft und das Medium Film, zu verknüpfen und daraus mehr als ein Hobby zu machen, bestimmen mein Leben.

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