Neuigkeiten aus dem Archiv – 04.07.2012

Julien Bryan (1899 – 1974) war ein US-amerikanischer Dokumentarfilmer. Die größte Bekanntheit erlangten seine Filme über das Alltagsleben in Deutschland, Polen und der Sowjetunion zwischen 1935 und 1939.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges produzierte Bryan mehrere Filme über die Belagerung Warschaus durch die Wehrmacht im September 1939. Er gilt als einziger ausländischer Journalist, der sich damals in der polnischen Hauptstadt aufhielt. Über den Polnischen Rundfunk wandte er sich mit einem Appell an den US-amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, der Zivilbevölkerung Warschaus, die unter den Luftangriffen der Deutschen litt, zu helfen.

Sein Dokumentarfilm Siege (1940), aus dem die eingestellten Szenen stammen, wurde für den Oscar in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ nominiert und 2006 als „einzigartiges, erschütterndes Dokument der grausamen Brutalität des Krieges“ in das US- amerikanische National Film Registry aufgenommen.

Wir bedanken uns für diese Aufnahmen beim United State Holocaust Memorial Museum in Washington.

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Meine beiden großen Leidenschaften, die Geschichtswissenschaft und das Medium Film, zu verknüpfen und daraus mehr als ein Hobby zu machen, bestimmen mein Leben.

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