Neuigkeiten – 19.04.2011

Ich bin zurück aus Libyen und habe eine Fülle von Eindrücken, Fotos und Filmaufnahmen mitgebracht. Darunter auch Aufnahmen aus umkämpften Gebieten im Osten, die man so aus den westlichen Medien nicht kennt. Ich stelle daraus in Kürze weitere Ausschnitte auf meiner website ein.

Nach den Berichten in der hiesigen Presse hat es mich immer wieder überrascht, wie ungezwungen sich die Menschen über die Geschehnisse im Land geäußert haben, wenn sie merkten, dass ich aus Deutschland stamme. Einig waren sich alle in der Position, dass ihr Land nicht geteilt werden dürfe und die derzeitige Krise nur auf dem Wege eines friedlichen Diskurses und nicht mit Waffengewalt gelöst werden kann.

Wie ich schon schrieb, gilt die Position unseres Außenministers Guido Westerwelle vielen als einzig gangbare Brücke zur Konfliktlösung. Soweit ich die Lage beurteilen kann, tun wir Deutsche gut daran, uns weiterhin konsequent aus dem militärischen Einsatz herauszuhalten, um als ehrlicher Makler und Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen.

Die Kämpfe im Land fordern ebenso wie die Einsätze der Nato Opfer unter der Zivilbevölkerung. Die vielen Verletzte, die ich in Tripolis und Umgebung gesehen und gesprochen habe, haben meine Überzeugung gefestigt, dass der militärische Einsatz am Ende keine Lösung bieten wird.

Nachfolgend stelle ich einige Aufnahmen von Verwundeten ein, die bei einem Raketenangriff der NATO östlich von Tripolis von Bombensplittern getroffen wurden:

 Außenminister Westerwelle hat inzwischen in diesem Konflikt eine Position gewonnen, die ausschlaggebend für eine schnelle friedliche Lösung sein wird. Ihn und seine Weigerung, sich dem militärischen Einsatz anzuschließen, gilt es zu unterstützen. Bomben auf Libyen sind kein Weg zum Frieden.

Geschrieben von

Meine beiden großen Leidenschaften, die Geschichtswissenschaft und das Medium Film, zu verknüpfen und daraus mehr als ein Hobby zu machen, bestimmen mein Leben.