Monats-Archiv: Juni 2015

Neuigkeiten aus dem Archiv – 30.06.2015

Wir bedanken uns bei folgenden Sendern und Produktionen, die in den letzten Tagen auf Material aus unserem Archiv zurückgegriffen haben: SpiegelTV, Memorial de Rivesaltes, Kuiv productions, Vivement Lundi!, BBC, dm-Film, Accentus Music, MDR, Gruppe 5, SWR, Spiegel-Verlag, Cineteve, ZDF, vincentTV und Blakeway productions.

Nach langer Suche haben wir einen umfangreichen, hochinteressanten Filmnachlass gefunden. Die Verhandlungen laufen. Sobald wir die Filmrollen übernommen haben, informieren wir an dieser Stelle genauer.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.06.2015

Am 8. Juni 1940 versenkten die deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau in der Höhe von Harstad/Norwegen das britische Kriegsschiff Glorious (englisch für „ruhmreich“). Es wurde während des Ersten Weltkriegs als „Großer Leichter Kreuzer“ gebaut und danach in einen Flugzeugträger der Courageous-Klasse umgerüstet.

Eines der Begleitfahrzeuge der Glorious, der Zerstörer Arcasta, konnte einen Torpedofächer abfeuern, von dem ein Torpedo die Scharnhorst unterhalb des achteren Drillingsturms traf und 48 Tote forderte. Das durch den Torpedotreffer gerissene Leck war zwölf Meter lang und vier Meter hoch. Wegen der Schäden brach Admiral Wilhelm Marschall die Unternehmung ab. Die deutschen Schiffe liefen am nächsten Tag in Trondheim ein, wo im Lofjord die notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden.

Ein von uns neu gefundener Amateurfilm zeigt die Scharnhorst im Hafen von Drontheim und den Treffer des englischen Torpedos im Achterschiff. Das Einschlagsloch wurde später mit einem Tuch verhängt.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.06.2015

Wir begrüßen es sehr, dass unsere Archivfilme inzwischen immer häufiger auch für die politische Erwachsenenbildung angefragt werden. Im aktuellen „Rundbrief“ des niedersächsischen Film- und Medienbüros berichtet der Historiker Dirk Alt über ein Wochenend-Seminar der Politischen Bildungsstätte Helmstedt zum Thema „Historische Filmschätze aus Niedersachsen“, für das wir Material beisteuerten:

„Fachwerk-Romantik und idyllische Altstädte – uniformierte Kolonnen und Kriegszerstörungen – Studentenproteste und Anti-Atomkraftbewegung: So vielfältig waren die regionalgeschichtlichen Filmdokumente, die im Rahmen eines dreitägigen Seminars vom 13. bis 15. Februar in der Politischen Bildungsstätte Helmstedt vorgeführt wurden. (…) Als ich 2012 mit den Arbeiten an einem Dokumentarfilm über Niedersachsen während der NS-Zeit begann, entdeckte ich einige der spektakulärsten Bilder nicht in einem staatlichen, sondern in einem privaten Archiv: Die Sammlung der im Münsterland ansässigen Agentur Karl Höffkes erwies sich als beinahe unerschöpfliche Fundgrube privat gedrehter Aufnahmen vor 1945. Unter anderem fand ich dort Bilder von KZ-Häftlingen der sogenannten Emslandlager, die zur Moorkultivierung eingesetzt wurden, und von den Folgen alliierter Luftangriffe z.B. auf Hannover. Die Agentur stellte mir diese Materialien nicht nur für meinen Dokumentarfilm, sondern in großzügiger Weise auch für die Bildungsarbeit zur Verfügung.“

Auch für die zurückliegenden Bildungsseminare der PBH zu den Themen „Kriegsberichterstattung“ und „Antisemitismus und Rassenideologie im NS-Staat“ haben wir unentgeltlich Filmmaterial zur Verfügung gestellt und werden dies im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne auch in Zukunft tun.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 19.06.2015

Wunderbar erhaltene Farbfilmaufnahmen aus Frankenberg in Sachsen. Der etwa zehn Minuten lange Film zeigt die Einrichtung und Eröffnung eines Lebensmittelladens im Jahre 1940. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Details: Werbung für verschiedene Produkte und die Lebensmittelkarten/Bezugsscheine.

Lebensmittelkarten erhielt jeder “Volksgenosse”; sie wurden für einen Monat ausgegeben und richteten sich nach der Tätigkeit des Einzelnen: so hatte beispielsweise ein Schwerarbeiter Anspruch auf eine größere Zuteilung als jemand, der eine Bürotätigkeit ausübte.

Die Farbe der Karte änderte sich jeden Monat. Die nicht eingelösten Marken wurden mit dem 1. Tag des neuen Monats ungültig.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.06.2015

Um den sich nach Westen zurückziehenden deutschen Verbänden einen sicheren Weg zu ermöglichen, errichtete die Eisenbahn-Pionier-Brigade 2 im Sommer des Jahres 1944 mit 1430 Mann in nur 37 Tagen eine komplette Eisenbahnbrücke über die Weichsel. Sie trug den Namen “Guderian-Brücke”. Brigade-Kommandeur war Oberst Othmar Krüpl. Zu sehen ist auch General Rudolf Ernst Otto Gercke. Die Brücke wurde bei Opalenie über die Weichsel errichtet.

Die von einem beteiligten Ingenieur gedrehten Farbfilmaufnahmen sind insgesamt 30 Minuten lang und liegen jetzt erstmals in HD vor.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.06.2015

In Sachsen konnten wir aktuell eine umfangreichere Sammlung alter Dokumentarfilme aus Dresden und Umgebung für unser Archiv erwerben.

Die 35-mm-Filme entstanden zwischen 1913 und 1925 und zeigen die Stadt, die schon damals den Beinamen “Elbflorenz” trug, in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit.

Alle Filmrollen sind inzwischen abgetastet und liegen in HD vor. Ausschnitte aus diesen Neuzugängen stellen wir in Kürze auf unserer Seite und unserem YouTube Channel vor.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 09.06.2015

Sommer 1940: Nach der Eroberung Norwegens paradieren deutsche Heeres- und Marine-Einheiten in Drontheim vor Eduard Dietl. Dietl war im Rahmen des Unternehmens “Weserübung” im April 1940 mit 2.000 Mann seiner Division in Narvik gelandet, wo er drei Monate lang in schwere Kämpfe mit den Alliierten verwickelt war. In der “Schlacht um Narvik” behaupteten sich 2.000 Gebirgsjägern und 2.500 Marinesoldaten gegen eine vielfache britische Übermacht. Dafür erhielt Dietl das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und wurde zum Generalleutnant ernennt. Am 19. Juli 1940 folgte die Auszeichnung mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz und die Beförderung zum General der Gebirgstruppe.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 05.06.2015

Einen wahren Filmschatz mit Farbaufnahmen aus den 1930er Jahren konnten wir in der Nähe von Rostock erwerben.

Eine der Rollen zeigt eine Faltbootfahrt im Spätsommer 1939 auf der Oder. Sie beginnt in Ratibor und führt über Breslau nach Stettin.

In Stettin, das die Faltbootfahrer am 31. August 1939 erreichen, herrscht tiefer Friede. Nur die im Hafen liegenden großen KDF-Dampfer, die bereits zu schwimmenden Lazarettschiffen umgerüstet sind, lassen erahnen, dass große Ereignisse bevorstehen.

Nur wenige Stunden später, am 1. September, beginnt der Zweite Weltkrieg…

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.06.2015

Ein neu gefundener ca. 30 Minuten langer s/w-Film ergänzt unseren Bestand an Aufnahmen aus dem Westfeldzug.

Gedreht von einem ehemaligen Marineflieger hält er die Atmosphäre im Sommer des Jahres 1940 fest. Besonders eindrucksvoll wirkt die Gegenüberstellung der großen Gräberfelder um Langemarck und der Lorettohöhe aus dem Ersten Weltkrieg mit den noch frischen Spuren der erst kurz zuvor abgeschlossenen Kampfhandlungen in Belgien und Frankreich.

Unübersehbare Massen an zurückgelassenen Fahrzeugen und zerstörtem Kriegsmaterial säumen die Vormarschwege der deutschen Wehrmachtsverbände. Frische Gräber zeugen von der Härte und Grausamkeit des Krieges.

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