Monats-Archiv: Juni 2014

Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.06.2014

Für den Berliner be.bra verlag erstellt der Autor Hermann Pölking-Eiken derzeit einen einzigartigen Dokumentarfilm über Ostpreußen. Die alten Filme stammen im Wesentlichen aus unserem Archiv und sind das Ergebnis von fast 30 Jahren intensiver Sammelleidenschaft.

Fünf Stunden Ostpreußen in privaten Filmaufnahmen: eine unvergleichliche Zeitreise in das Land zwischen Memel und Weichsel.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 14.06.2014

In den Jahren 2009 und 2010 konnten wir den allergrößten Teil der Filme des semi-professionellen Schwelmer Schmalfilmers Walther Bever-Mohr für unser Archiv erwerben, wobei uns Bever-Mohrs Familie sehr unterstützte. In dem Nachlass befanden sich auch einige Rollen Linsenrasterfilm – gedreht nach einem frühen, heute fast vergessenen Farbfilmverfahren, mit dem auch deutsche Amateure in den späten 20er und frühen 30er Jahren arbeiteten. Linsenrasterfilme sehen äußerlich wie gewöhnliche Schwarz-Weiß-Filme aus – nur wer genau hinschaut, sieht feine, meist vertikale Streifen das Bild durchziehen: das sogenannte Linsenraster.

Um die Filme heute noch farbig vorführen zu können, benötigt man einen seltenen Objektivaufsatz für den Projektor, wobei die Farben durch die Filmschrumpfung leider stark verfälscht werden. Farbig digital abtasten konnte man Linsenrasterfilme bislang überhaupt nicht. Aus diesem Grund mussten wir Bever-Mohrs Linsenrasterfilme in unserem Dokumentarfilm „Pech auf Skiern, Glück auf Schienen“ weitgehend aussparen.

Wir gaben die Filme in die Hände von Prof. Dr. Rudolf Gschwind, Leiter des Digital Humanities Lab der Universität Basel, der sich mit um die Farbrekonstruktion von Film- und Fotomaterialien besonders verdient gemacht hat. Gemeinsam mit seinem Assistenten Joakim Reuteler entwickelte Gschwind eine spezielle Software namens doLCE, mit deren Hilfe nicht nur die Farben in neuem Glanz erstrahlen, sondern auch das störende Raster unsichtbar gemacht werden kann. Ihr Ergebnisse stellen sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Rundbrief Fotografie vor. Wir nehmen diese Veröffentlichung zum Anlass, einen Ausschnitt aus Ihrer Farbrekonstruktion zu zeigen: Urlaubsaufnahmen, die Walther Bever-Mohr in den frühen 30er Jahren in Lugano, Morcote und Triest drehte.

Wir hoffen, mit Hilfe von doLCE in Zukunft weitere Linsenrasterfilme unseres Archivs zu neuem, farbigem Leben erwecken zu können: Denn inzwischen gehören zum Archivbestand auch Linsenrasterfilme aus Berlin vor 1933 und Französisch-Marokko.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.06.2014

Die Messerschmitt 323 „Gigant“, ein zunächst mit vier, danach mit sechs Motoren ausgerüstetes Transportflugzeug der deutschen Luftwaffe, war das größte landgestützte Transportflugzeug des Zweiten Weltkriegs.
Die Maschine besaß eine Spannweite von 55 Metern und einen fast 30 Meter langer Rumpf, der über ein großes Bugtor LKWs und sogar Schützenpanzer aufnehmen konnte. Eine Eigenschaft, die vor allem bei der Versorgung des Deutschen Afrikakorps von Bedeutung war.
Aus einer Privatsammlung wurde uns ein rund 30 Minuten langer 35-mm-Film übereignet, der den Bau und den Einsatz dieser Maschine dokumentiert. Die Aufnahmen liegen komplett in HD vor. Einen Ausschnitt stellen wir an dieser Stelle ein.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.06.2014

Welche Bedingungen waren ausschlaggebend, um Hitler und dem Nationalsozialismus den Weg zu ebnen? Welche Rolle spielten die harten Forderungen der Siegermächte des Ersten Weltkriegs? Haben “die Deutschen” Hitler gewählt oder verdankt er seine diktatorische Machtfülle einer parlamentarischen Fehlentscheidung?

Antworten auf diese Fragen gibt unsere neue Dokumentation “Bevor Hitler kam”, die in Kürze auch als DVD erscheint.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.06.2014

Kurz vor Pfingsten erreichten uns noch folgende Neuerwerbungen für unser Archiv:

  • ein 16-mm-Farbfilm über den Einsatz eines Tonübertragungswagens mit allen technischen Details im Rahmen eines Fahrradrennens in der Umgebung von Berlin (1938er Jahre)
  • ein 16-mm-Film über Schlösser in der Umgebung von Dresden (1935)
  • zwei Farbfilme aus Sarajevo und Umgebung (1938)
  • ein 8-mm-Film von “Schloss Neudeck” in Oberschlesien (1938)
  • ein 16-mm-Film aus den 1920er Jahren gedreht in Palästina/Jerusalem
  • ein 16-mm Farbfilm einer Urlaubsreise durch die Schweiz (1939)
  • sowie ein 16-mm Farbfilm der Weltmesse in New York (1939/40).

Auszüge aus dem Material veröffentlichen wir nach der Abtastung und Verschriftung auf unseren Websiten.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 04.06.2014

Nach der Veröffentlichung der Bunkeraufnahmen erhielten wir zahlreiche Anfragen zu diesen Aufnahmen. Deshalb veröffentlichen wir heute weitere Ausschnitte aus den Archivaufnahmen der Bunkeranlagen am Obersalzberg. Die hier eingestellten Szenen stammen aus dem so genannten Bormann-Bunker. Dieser Bunker war – ebenso wie der Göring-Bunker – nicht mit den anderen unterirdischen Anlagen am Obersalzberg verbunden.

Als Besonderheit enthielt dieser Bunker eine große, von hinten angestrahlte Glasscheibe, auf der einfliegende Feindflugzuge festgehalten wurden. Scherben dieser Glasscheibe waren zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch vorhanden.

In die Vorratsräume des Bunkers wurden vor Kriegsende noch große Mengen an Lebensmitteln, Getränken und anderen Gütern des täglichen Bedarfs eingelagert. Unmittelbar vor dem Einmarsch der Alliierten ließ Bormann seine privaten Papiere im Bunker verbrennen.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.06.2014

Soeben erschienen und überall im Handel erhältlich ist die Mega-Box “Der Erste und Zweite Weltkrieg” mit einer Gesamtlaufzeit von über 14 Stunden.

Die in dieser Box zusammengefassten 12 Dokumentationen stammen aus unserer Produktionsreihe “AugenBlick”. Sie umreißen die Zeit vom Beginn des Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und geben einen umfassenden Überblick über die Vorgeschichte, die Interessen der verschiedenen Akteure und den Verlauf der politischen und militärischen Entwicklungen einer Epoche, die in Anlehnung an die Ereignisse der Jahre 1618 – 1648 von vielen Historikern inzwischen als “der zweite Dreißigjährige Krieg” bezeichnet wird.

Private Filmaufnahmen zeichnen das ungeschminkte Bild einer Katastrophe, an deren Ende ein ganzer Kontinent in Schutt und Asche lag.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.06.2014

Aus Marseille erreichten uns verschiedene Filme, die in der Endphase der Zweiten Weltkriegs in Frankreich entstanden.

Historisch von besonderem Interesse sind Szenen, die von einem Mitglied der Resistance gedreht wurden und die die Aktivitäten der französischen Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung festhalten.

Andere Filme aus dem umfangreichen Konvolut halten ua. das Leben der französischen Kolonialarmee in Nordafrika ab Mitte der 1930er Jahre lebendig.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.06.2014

Mehr als 70 mal griffen in diesem Jahr bereits nationale und internationale Film- und Fernsehproduktionen auf Material aus unserem Archiv zurück – so viele wie nie zuvor.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit bei Realworx/Tel-Aviv, Broadview TV, Hi Film/Rumänien, Gaelle Lassee/Frankreich, Nexmann/Niederlande, Oldenbourg Schulbuchverlag, LM Factory/Frankreich, Zadig Production/Frankreich, Gruppe 5/Deutschland, UFA Fiction, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Random House/New York, Agenda Media, makidofilm/Wien, Tinopolis Centre/Wales, Lone Wolf/USA, Sunset Presse/London, Histococ/Paris, ZDF, Nilaya Film/Paris, Roches Noire, Severn Screen/Cardiff, TagTraum Filmproduktion und bei vielen anderen.

Darüber hinaus haben aktuell rund 40 weitere internationale und nationale Produktionsgesellschaften Ansichtsmaterial aus unseren Beständen für geplante oder bereits im Schnitt befindliche Dokumentationen und Ausstellungen angefordert.

Unsere Archivbestände wachsen durch Ankäufe, Übernahmen und Bestände beständig an. Die Neuzugänge sind zeitweise so umfangreich, dass wir es nicht immer zeitnah schaffen, das Material zu sichten und wissenschaftlich sauber zu verschriften.

Nach und nach stellen wir aber die wichtigsten Filmfunde auf unseren Seiten vor und bedanken uns an dieser Stelle für das stetig steigende Interesse an unserer Arbeit.

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