Monats-Archiv: Januar 2013

Neuigkeiten aus dem Archiv – 31.01.2013

Die eingestellten Szenen dreht der deutsche Militärarzt Dr. Wilhelm Mersmann im März 1940 in Lukow, einer Kleinstadt 76 Kilometer nördlich von Lublin im besetzten Polen . Zu dieser Zeit leben hier fast 13.000 Menschen.

Seine Aufnahmen halten eine Welt lebendig, die es so schon wenig später nicht mehr geben wird. Während des Zweiten Weltkrieges wird in der Stadt ein Ghetto errichtet, in dem vor allem Juden, sowohl aus der Stadt selbst als auch aus anderen Städten, leben müssen. Sie werden zum Teil direkt im Ghetto ermordet oder später in das Vernichtungslager Treblinka oder das KZ Majdanek deportiert.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 31.01.2013

Ein Rückblick auf den Januar zeigt, dass das neue Jahr ebenso erfolgreich begonnen hat, wie das alte endete: 21 mal, häufiger als je zuvor, haben Sender und Dokumentarfilmproduktionen im In- und Ausland unser Material lizenziert, darunter der ORF, der WDR, das ZDF, Gruppe 5/Köln, PHOENIX, Story House/München, New Animal Production/New York, Interscience Film/Wiesbaden, Broadview TV/Köln, RealWorks/Tel Aviv, Temps Noir/Paris, Melisande Film/Paris, Aichholzer Filmproduktion/Wien, La Cuisine Aux Images/Lyon.

Der Bestand an privat gedrehten historischen Filmaufnahmen konnte durch verschiedene Ankäufe und Überlassungen in nur einem Monat um fast fünf Stunden erweitert werden. Weitere interessante Zukäufe und Erwerbungen stehen an. Da alle Neuerwerbungen in HD abgetastet werden, sind wir auch technisch auf dem neusten Stand.

Um den wachsenden Anfragen möglichst umfassend Rechnung tragen zu können, haben wir uns entschlossen, unser Archivangebot zu erweitern. In Kürze gehen wir mit unserer Bild- und Foto-Seite online. Während wir in der Vergangenheit vor allem dem SPIEGEL Farbfotos zur Verfügung gestellt haben, bieten wir jetzt allen Printmedien ausgesuchte Farbdias aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges an. Regelmäßige Newsletter an alle maßgeblichen Redaktionen informieren über den Bestand und etwaige Neuerwerbungen.

Mit der zur Verfügungstellung unseres Fotoarchivs wollen wir auch der Aufforderung der Politik nachkommen, die aufruft, die Erinnerung an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wach zu halten. “Das Wissen um die Vergangenheit ist eine verbindliche Verpflichtung für alle Demokraten” (Bundespräsident Nobert Lammers) – wir sind überzeugt, dass die unverstellten Filmaufnahmen und Fotos aus unserem Archiv diese Position auf besondere Weise unterstützen.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.01.2013

Bei unserem Vertriebspartner Polarfilm erscheint in Kürze unsere neueste Produktion “Der Deutsche Orden – Auf den Spuren der Ritter”.

Vor 800 Jahren begannen Ritter des Deutschen Ordens damit, das Land zwischen Weichsel und Memel zu erobern und Deutsche aus dem Westen dort anzusiedeln. Sie schufen das Land Preußen, das im Spätmittelalter als das modernste Gemeinwesen ganz Europas galt.

Der Hauptfilm (ca. 90 Minuten) begibt sich auf die Spuren der Ostlandritter. Ihre gewaltigen Burgen, die heute in Polen stehen, werden ebenso vorgestellt wie ihre Stadtgründungen und die Methoden ihrer Landkultivierung.

Über Jahrhunderte waren die Polen mit den Rittern verfeindet. Im Film wird deutlich, dass sich das Verhältnis entspannt hat. Polnische Historiker erkennen an, dass das heutige Polen dem Deutschen Orden vieles verdankt.

Der zweite Film (ca. 55 Minuten) liefert ergänzende Informationen: die Geschichte des Deutschen Kreuzritterordens seit seiner Gründung im Heiligen Land, sein Wirken außerhalb Preußens, und vor allem die Tätigkeit des Deutschen Ordens heute.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.01.2013

Am 28. Januar 1938 starb Bernd Rosemeyer, neben Rudolf Caracciola einer der berühmtesten deutschen Automobilrennfahrer auf der Reichsautobahn Frankfurt–Darmstadt bei Mörfelden-Walldorf.
Da die Nachlässe von Bernd Rosemeyer und seiner Frau, der berühmten Fliegerin Elly Beinhorn, Teil unseres Archivbestandes sind, erreichten uns in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen deutscher und ausländischer Sender nach entsprechendem Film-Material.

Mit einigen Ausschnitten erinnern wir an Bernd Rosemeyer, einen der erfolgreichsten deutschen Rennfahrer.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 22.01.2013

Als im Herbst 1944 reichsweit der Farbspielfilm Die Frau meiner Träume uraufgeführt wurde, war der Andrang gewaltig: In Posen etwa mussten Polizei und Wehrmacht Absperrungen errichten, um dem Sturm auf die Kinokassen Einhalt zu gebieten. Allerorts strömte das Publikum in das aufwändig gestaltete Revue-Spektakel, um sich durch Ufa-Star Marika Rökk, die Musik Franz Grothes und die zauberhaften Kulissen wenigstens anderthalb Stunden lang von drängenden Kriegssorgen abhalten lassen.
In unserer Rubrik „Dokumente des deutschen Farbkinofilms“ bringen wir einen Beitrag mit Kinoaushangfotos aus der Sammlung von Michael Krüger (Hamburg), um an einen unvergessenen Klassiker des Ufa-Kinos zu erinnern – Die Frau meiner Träume.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 22.01.2013

1936 unternahm eine Reisegruppe aus Essen eine Bustour nach Schweden und Finnland. Die dabei entstandenen, ca. 20 Minuten langen Filmaufnahmen zeigen nicht nur die Naturschönheiten der nordischen Landschaft, sondern auch die Umstände, unter denen damals eine solche Reise ablief.

Reisefilme wie diese, gibt es häufiger. Seltener ist dagegen das gute Auge für Details, das der Filmamateur mit seinen Aufnahmen unter Beweis stellt. Das Material liegt in HD-Qualität vor.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 21.01.2013

In vielen Garnisonsstädten des Deutschen Reiches gehörten öffentliche Demonstrationen der örtlichen Wehrmachtseinheiten zum festen Ablauf. Auf diese Weise erreichte das Regime eine enge Verbindung zwischen der Zivilgesellschaft und dem Militär und gewöhnte die Menschen schleichend an kommende Ereignisse.

Wir danken für die Überlassung eines ca. 14 Minuten langen 16-mm-Films, der 1937 gedreht wurde und auf hervorragende Weise Einblick in den Ablauf einer solchen öffentlichen Darbietung ermöglicht. Die Aufnahmen liegen in HD vor.

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Neuzugänge im Archiv – 21.01.2013

Komplett erhaltene Filmsammlungen aus den 30er Jahren sind nur noch selten zu finden. Ein bedauerlicher Umstand, weil die über einen längeren Zeitabschnitt entstandenen Aufnahmen auf einzigartige Weise die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen festhalten.

Um so erfreulicher, dass ein aufmerksamer Leser uns den 16-mm-Filmnachlass eines Unternehmers übereignete, der ab 1934 gedreht hat. Auf rund 20 Rollen sind neben Urlaubsreisen und dem Alltag im NS-Staat auch politische Ereignisse, wie der Besuch des ungarischen Reichsverwesers Nikolaus Horty in Nürnberg und sein Empfang durch Rudolf Hess festgehalten. Das Material wird derzeit auf HD abgetastet und inhaltlich bestimmt. Ausschnitte aus diesem Konvolut stellen wir in Kürze auf unseren Seiten ein.

Aus anderen Quellen erreichten uns zwei 9,5 mm-Filme mit Aufnahmen aus dem Berlin der 30er Jahre und sieben acht-mm-Rollen aus dem Ostfeldzug; darunter auch einige Farbsequenzen.

Vielversprechend scheint uns auch der umfangreiche und unversehrte Filmnachlass eines ehemaligen UFA-Direktor mit einem Umfang von 42 Rollen im 16-mm-Format, der uns von einem Sammler angeboten wurde. Auch hierüber berichten wir in Kürze mehr auf unseren Seiten.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 18.01.2013

Ein ca. 10 Minuten langer 16-mm s/w Film aus dem Jahre 1940 erweitert unseren Fundus an privaten Film-Aufnahmen zur Geschichte des deutschen Films. Zu sehen sind ua. Rudolf Platte und Albrecht Schönhals.

Um die Aufnahmen exakt zuordnen zu können, eine Bitte an unsere Zuschauer: Erkennt jemand weitere Beteiligte und kann jemand die Aufnahmen einem bestimmten Stück zuordnen?

Wir danken für folgende Hinweise: zu sehen sind auch Carola Höhn, Helmut Weiss und Karl Schönböck. Die eingestellten Aufnahmen stammen nach allgemeiner Ansicht von einer Theaterprobe.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 17.01.2013

Dass privat gedrehte Filme – anders als die offiziellen Propaganda-Wochenschauen des Dritten Reiches – nicht nur die Fassade, sondern immer wieder auch das Innenleben des NS-Regimes beleuchten, zeigen diese Aufnahmen, die ein Angehöriger der Deutschen Wehrmacht im besetzten Polen drehte: Juden in einem Ghetto, bewacht von polnischen Polizisten.

Nur wenige Monate später beginnt der organisierte Völkermord, den kaum einer der in diesem Film festgehaltenen Menschen überleben wird.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 17.01.2013

Der von uns im letzten Jahr entdeckte Reichsparteitagsfilm in Farbe, den wir inzwischen auf das Jahr 1936 datieren konnten, zieht weiterhin besondere Aufmerksamkeit auf sich. Am Montag wurde ein Ausschnitt daraus auf einer filmwissenschaftlichen Vortragsveranstaltung des Bundesarchivs, der Stiftung Deutsche Kinemathek und CineGraph Babelsberg e.V. im Berliner Arsenal Kino gezeigt (Museum für Film und Fernsehen). Die Zeitschrift Geschichte und Wissen wird diesen Filmfund in ihrer kommenden Ausgabe mit einem reich bebilderten Artikel würdigen.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.01.2013

Zahlreiche 16-mm-Filmrollen aus dem Nachlass von Rene Deltgen gehören ab sofort zum Bestand unseres Archivs. Darunter auch diese Aufnahmen, die Rene Deltgen während der Dreharbeiten zum Film “Der Tiger von Eschnapur” im Jahr 1958 in Indien mit seiner Kamera festgehalten hat. Die Regie führte Fritz Lang.

Die Uraufführung fand am 21. Januar 1959 in Hannover im Palast-Theater statt. Im März des gleichen Jahres erschien die Fortsetzung “Das indische Grabmal“.

Neben Rene Deltgen spielten ua. Debra Paget, Paul Hubschmid und Claus Holm. Produzent war die CCC Film von Artur Brauner.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 14.01.2013

Im Zuge des Versailler Vertrages hatte Deutschland 1919 seine vier Kolonialgebiete in Afrika: Togo, Kamerun, Deutsch-Südwest- und Deutsch-Ostafrika offiziell verloren. Ein Verlust, den viele Deutsche als „nationale Schmach“ empfanden. Der Kolonialrevisionismus der Weimarer Republik kämpfte daher für ihre Wiedergewinnung.

Eine Forderung, die zunächst auch von den Nationalsozialisten übernommen wurde und nach außen in nostalgischen Aufmärschen und Ausstellungen Ausdruck fand. Inwiefern das von General Ritter von Epp geleitete “Kolonialpolitische Amt der NSDAP” tatsächlich Ausdruck neuer Kolonialbestregungen war, wird bis heute kontrovers diskutiert. Tatsache ist: am 13. Januar 1943 wurde das Amt aufgrund eines Erlasses Hitlers ersatzlos aufgelöst.

Die hier eingestellten Ausschnitte eines Umzugs aus dem Jahre 1938 sind von historischer Bedeutung, da es die einzigen bislang bekannten Farbfilmaufnahmen zum Thema Kolonien sind.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.01.2013

Einen unverstellten Einblick in den Kasernenalltag, Ende der 30er Jahre, ermöglicht ein 16-mm-Film, den wir aus Süddeutschland übereignet bekamen.

Neben bekannten Einstellungen finden sich darauf auch ungewöhnliche Szenen, wie Übungen zur Festnahme von Agenten in Zivil und die Ausbildung von Schäferhunden für den militärischen Einsatz.

Der ca. 15 Minuten lange Film liegt in HD vor.

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