Monats-Archiv: März 2010

Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.03.10

Im Rahmen der Vorarbeiten zu einer mehrteiligen historischen Film-Dokumentation sind wir in der kommenden Woche zunächst einige Tage im europäischen Ausland, um die verantwortliche Produktionsfirma wissenschaftlich zu beraten.

Von dort reisen wir weiter, um mit einem Sender zu verhandeln, der 25 Dokumentationen von Karl Höffkes zur Ausstrahlung erwerben will.

Neuigkeiten und Meldungen über filmische Neueingänge können wir daher erst wieder in der Woche nach Ostern einstellen.

Wir wünschen allen, die unsere Arbeit begleiten, schöne Frühlingstage und ein erholsames Osterfest.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.03.10

Zwei 16-mm-Rollen, die wir aus einem Nachlass erwerben konnten, werfen Fragen auf: die erste Rolle beginnt mit bekannten Aufnahmen einer NS-Wochenschau; danach jedoch folgen Bilder einer Großveranstaltung, die uns vollkommen unbekannt sind. Wir setzen uns wegen dieser Aufnahmen mit dem Bundesfilmarchiv in Berlin in Verbindung und informieren an dieser Stelle weiter.

Die zweite Rolle zeigt einen Festumzug im Raum Danzig, Mitte der 30er Jahre, der von Turnerverbänden, Handwerksgilden und Trachtengruppen geprägt ist. Die Aufnahmen werden zur Zeit digitalisiert und danach historisch eingeordnet. Auszüge folgen.

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Neuzugänge im Archiv – 26.03.10

Ein umfangreiches Konvolut privat gedrehter 8-mm-Schmalfilme eines ehemaligen Wehrmachtsangehörigen erreichte uns aus Stuttgart. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1940 – 1943 und zeigen, anders als die NS-Wochenschauen, das wahre Gesicht des Krieges.

Die aus diesem Konvolut stammenden Aufnahmen aus Polen, auf denen auch Juden zu sehen sind, die Armbinden mit dem sogenannten “Judenstern” tragen müssen, dokumentieren die rassistische Komponente der NS-Weltanschauung.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 22.03.10

In Zusammenarbeit mit unserem Archiv enstand nachfolgende Dokumentation, zu der uns die Produktionsfirma aktuell folgendes berichtete:

Inzwischen steht der Sendetermin für unsere Dokumentation „Fliegen heißt Siegen – die verdrängte Geschichte der Lufthansa“ fest. Der Film hat am Mittwoch, den 21. Juli um 20.15 auf ARTE Premiere. Danach wird es weitere Ausstrahlungen in der ARD und in den Dritten Programmen des WDR und des Hessischen Rundfunks geben. Der Film läuft auf ARTE in einer längeren Fassung (52 Minuten) als auf der ARD (45 Minuten).

Ich will die Gelegenheit nutzen, mich abermals für die Unterstützung bedanken, mit der Sie / Ihr den Film ermöglicht habt. Viele mussten sich lange Zeit in Geduld üben, bis der Film dann endlich – immerhin ein Jahr nach den Dreharbeiten – gezeigt wird.

Alle sind natürlich gespannt, wie die Lufthansa auf den Film reagieren wird. Zuletzt hatte das Unternehmen versucht, unsere Dreharbeiten zu behindern. So wurden uns beispielsweise Filmaufnahmen vom Traditionsflugzeug der Lufthansa (der so genannten Ju 52) offiziell untersagt. Zudem war die Konzernleitung bis zum Ende der Dreharbeiten nicht bereit, uns ein Interview vor der Kamera zu geben.

Einzig einen vorgefertigten Fragekatalog hat der Konzern schriftlich beantwortet. Auf unsere Frage, ob die Deutsche Lufthansa AG im Umgang mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit Fehler gemacht habe, ließ man uns kurz und knapp wissen, dass es keine nationalsozialistische Vergangenheit des Unternehmens gibt. Der Film freilich beweist das Gegenteil.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 19.03.10

Die aktuellen Anfragen zeigen: das Interesse an Zeitgeschichte wächst. Innerhalb von nur drei Tagen erreichten uns Materialanforderungen großer Sender aus England, den USA, Deutschland, Polen, Frankreich und Italien.

Aus den USA erreichte uns ein 16-mm-Film mit Aufnahmen aus dem Berlin der 30er Jahre.

Aus Dresden meldete sich eine Dame bei uns, die einen Koffer mit Privatfilmen besitzt, die ihr Vater in den 30er und 40er Jahren als Mitarbeiter der Filmentwicklung der Agfa/Filmfabrik Wolfen gedreht hat. Insgesamt soll es sich um ca. 50 Rollen handeln.

Da man in Wolfen Mitte der 30er Jahre mit der Entwicklung des Farbfilms begann, könnten wir hier auf der Spur von cinematographisch ausgesprochen interessanten Filmaufnahmen sein.

Wir werden diesen Fund in Kürze abholen und berichten weiter.

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Der junge Mann aus Norddeutschland , der uns einen Farbfilm seines Vaters von der Ostfront anbot, möge sich bitte noch mal melden.  Wir sind in Kürze in Hamburg und könnten dann den Film vor Ort sichten!

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 15.03.10

Als histoisch wertvoll erwies sich eine 16-mm-Rolle, die wir am Wochenende von einem niederländischen Händler erorben haben: sie enthielt Privataufnahmen aus Heidelberg und Umgebung, gedreht um 1928. Nach Aufarbeitung des Films stellen wir Auschnitte ein.

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An der Züricher Universität bemüht sich derzeit Prof. Dr. Gschwind um die digitale Aufbereitung von Linsenrasterfilmen, die wir der Forschung aus unserem Fundus zur Verfügung stellten. Gelänge die digitale Rekonstruktion, stünden damit zukünftig rund 80 Minuten Farbfilmmaterial aus der Mitte der 30er Jahre der Dokumentarfilmarbeit zur Verfügung.

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In der ARD läuft heute Abend der 3. Teil der Dokumentation “Der Krieg” (Originaltitel “Apocalypse”). Die französische Produktion, die weltweit für Aufsehen sorgt, greift immer wieder auf Material aus unserem Archiv zurück. Wir empfehlen dazu auch ein Interview mit den Regisseuren, das die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 13. März unter dem Titel “Macht Farbe den Krieg verständlicher” abdruckte.

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Neuzugänge im Archiv – 15.03.10

Am Wochenende erreichten uns vier neue Filmrollen, entstanden in den Jahren 1936 – 1938, darunter ein in englischer Sprache gehaltener, seltener Werbefilm, den möglicherweise die Deutschen Botschaften im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 im Ausland präsentierten.

Diese Film eröffnet tiefe Einblicke in die Propaganda und die Selbstdarstellung der Nationalsozialisten, die die Olympischen Spiele nutzten, um der Welt das Bild eines friedlichen Deutschland zu präsentieren.

Der deutsche Propagandaminister Dr. Goebbels verbot in diesem Zusammenhang jede antisemitische und rassistische Äußerung in deutschen Zeitungen und die politische Führung ließ alle antisemitischen Plakate und Verbotsschilder abmontieren.

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Aus einer anderen Quelle erreichten uns zwei 16-mm-Filme, die von einem Angehörigen der deutschen Feuerwehr gedreht wurden und ein 16-mm-Film, den ein Lehrer während eines Schulausflugs seiner Klasse in Süddeutschland drehte.

Letzterer Film dokumentiert nachhaltig, wie die Erziehung von Kindern schon um 1937 von militärischen Grundsätzen und Vorgaben geprägt war.

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Neuzugänge im Archiv – 15.03.10

In Paris erstanden wir von einem Filmhändler eine Partie alter Filme, unter denen sich auch ein 20 Minuten langer Film über die französische Kavallerie zwischen den beiden Weltkriegen befand. Die seltenen Aufnahmen sind eine willkommene Ergänzung unseres Filmbestandes.

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Neuzugänge im Archiv – 15.03.10

Der Eintritt der USA am 6. April 1917 an der Seite der Alliierten entschied den Ersten Weltkrieg. Den gut ausgerüsteten Divisionen und dem modernen amerikanischen Kriegsgerät, das von Monat zu Monat in wachsender Menge an der Front in Europa zum Einsatz kam, hatte die Deutsche Seite letztlich nichts mehr entgegen zu setzen. Aus den USA erreichte uns zu dieser Thematik ein 16-mm-Film mit einer Gesamtlauflänge von ca. 30 Minuten, der die Situation im Kriegsjahr 1917 lebendig erhält.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.03.10

In den letzten Tagen erreichten uns neben zahlreichen Anfragen von Filmproduktionen auch Anforderungen von Museen, die für Ausstellungen auf unser Filmmaterial zurückgreifen wollen. Während sich unter den Dokumentarfilmern zahlreiche “alte Bekannte” befinden, mit denen wir seit Jahren konstruktiv zusammen arbeiten, sind die vermehrten Anfragen von Museen ein Bereich, der in den letzten zwei Jahren an Dynamik gewonnen hat. Besonders erfreut sind wir über aktuelle Anfragen aus Moskau, St. Petersburg und Kattowitz. Über die jeweiligen Ausstellungen informieren wir an dieser Stelle.

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Neuzugänge im Archiv – 12.03.10

Am 6. März 1898, Kaiser Wilhelm II. träumte von einem „Platz an der Sonne“ und Kolonien in Übersee, pachtete das Deutsche Reich die Kiautschou-Bucht mit der Hauptstadt Tsingtau für 99 Jahre von China, nahm die Region unter Deutschen Schutz und errichtete ein befestigtes Fort errichtet. Als Japan am 10. August 1914 ein Ultimatum stellte und die vollständige Übergabe des Gebietes forderte, wies der deutsche Gouverneur das Ultimatum zurück.

Am 26. September 1914 begannen Sturmangriffe japanischer und britischer Truppen auf die deutschen Stellungen, die zurückgeschlagen wurden. Als Antwort zogen die Alliierten einen Belagerungsring um die Festung. Nach einem neuntägigen Artillerie-Dauerbeschuss begann am 31. Oktober ein weiterer Angriff auf die Festung, der erneut scheiterte.

Anfang November ging der eingeschlossenen deutschen Schutztruppe die Munition aus; die Männer vernichteten die gesamte Artillerie und alle Kampfboote. Am 7. November erfolgten schließlich die Kapitulation und die Besetzung Tsingtaus durch Japan.

Zu Beginn der 30er Jahre drehte ein Ingenieur, aus dessen Nachlass wir mehrere 16-mm-Filmrollen erwerben konnten, diese Aufnahmen in Tsingtau.

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Neuzugänge im Archiv – 12.03.10

Private Filmaufnahmen, die die Folgen eines Bombenangriffs auf deutsche Städte dokumentieren, waren im Dritten Reich verboten. Die Nationalsozialisten wollten derartige Bilder unterdrücken, weil sie befürchteten, dass sie die „Kriegsbereitschaft“ der Bevölkerung mindern würden. Die wenigen Aufnahmen, die dennoch gedreht wurden, sind historisch von besonderem Wert, weil sie die einzigen authentischen Quellen sind, die nicht der Darstellungsweise der NS-Wochenschauen entsprechen.

Die nachfolgenden Aufnahmen stammen aus einem Film, den ein Amateur aus Sachsen drehte.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.03.10

Die neuste Ausgabe der Zeitschrift des Reservistenverbandes des Deutschen Bundeswehr, LOYAL, berichtet über einen gemeinsamen Vortrag von Prof. Dr. Ortwin Buchbender und Karl Höffkes vor der Landesgruppe Berlin des Reservistenverbandes.

Im Rahmen einer sicherheitspolitischen Vortragsreihe, referierten Prof. Buchbender und Karl Höffkes zum Thema: “Propaganda als Waffe – Anspruch und Wirklichkeit von Propaganda im totalitären Regime des Nationalsozialismus”.

Anhand von Originalflugblättern und privat gedrehten Filmen wurde dokumentiert, wie sich das nationalsozialistische Regime durch Propaganda und Agitation des Denkens und Fühlens der Menschen bemächtigte.

LOYAL: “Die neue Veranstaltungsform zur Sicherheitspolitik stieß bei den Mitgliedern auf große Resonanz“.

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