Neues Filmmaterial entdeckt

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Galileo-Beitrag vom 27.04.2010

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Herzlich Willkommen bei der Agentur Karl Höffkes

Lange waren sie nur eine Fußnote in der Filmgeschichtsschreibung: die Amateurfilmer. Bis heute wird ihre Bedeutung als Chronisten unterschätzt, obwohl geschichtliche Film- und Fernsehdokumentationen inzwischen privates Schmalfilmmaterial gleichberechtigt mit offiziellen 35 mm-Aufnahmen einsetzen. Die überlieferten Amateurfilme aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts verlangen eine differenzierte Bewertung. Obwohl beispielsweise im Dritten Reich auch Parteiorganisationen und militärische Einrichtungen Schmalfilme drehten oder drehen ließen, handelt es sich bei dem weit überwiegenden Teil der heute in Archiven zugänglichen, privat gedrehten, Filmaufnahmen dieser Jahre um Zeugnisse, die nicht die Fassade, sondern das Innenleben des totalitären Staates abbilden: individuelle Perspektiven auf historische Vorgänge und Personen, die von einer Zensur, wie sie für den Kinofilm verbindlich war, fast vollkommen unberührt blieben.

Die Geschichte des Amateurfilms ist damit so vielfältig wie die Geschichten der Männer und Frauen, die damals zur Schmalfilmkamera griffen: Sie reichen von Technikbegeisterten und Cineasten über Personen, die ihre Familiengeschichte lebendig halten wollten, Weltreisenden und Abenteurern bis zu Protagonisten und Verfolgten des NS-Regimes. Ihre Filme zeigen, wie ein bewegtes Fotoalbum, private Familienfeiern, Reisen, Massenkundgebungen und den politischen Alltag.

Unser Archiv umfasst inzwischen den weltweit größten Bestand an privat gedrehten Filmen aus den Jahren 1900 bis 1945 und hat sich aufgrund spektakulärer Funde innerhalb weniger Jahre einen herausragenden Ruf bei Wissenschaftlern und Dokumentaristen erworben. Der Forschung zu dienen und Dokumentarfilmern historisches Material zur Verfügung zu stellen, ist unser erklärtes Ziel. Für Nachfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Wer Material vor Ort sichten möchte, ist herzlich willkommen. Sollten Sie selbst historisches Filmmaterial besitzen oder jemanden kennen, der Filmmaterial besitzt, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir sind stets am Ankauf interessiert.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.2016

Viele Filmamateure der 1930er Jahre haben ihre Urlaubsreisen auf Schmalfilm festgehalten. Ein Ausschnitt aus einem Bestand an 8-mm-Filmen, die uns aus Norddeutschland übereignet wurden, zeigt Aufnahmen aus München.

Weitere interessante Filme finden Sie auf unserem YouTube Channel.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.05.2016

Der 1. Mai hat eine lange Tradition in der deutschen Arbeiterschaft. Nach der Machtübernahme erklärte die NS-Führung den Tag unter Fortzahlung des Lohns zum gesetzlichen Staatsfeiertag. Im Gegensatz zu den Vorstellungen der Arbeiterbewegung vom 1. Mai als internationalem Tag der Arbeit stand dieser Feiertag nach dem 30. Januar 1933 ganz im Zeichen der nationalsozialistischen Bewegung.

Die zentrale “Reichsfeier” zum Tag der Arbeit fand 1933 auf dem Tempelhofer Feld in Berlin statt, das eigens für diesen Anlass mit einer großen Tribüne ausgestattet worden war. Über der Tribüne standen sechs gigantische Hakenkreuz- und drei schwarz-weiß-rote Fahnen. Der ganze Platz war gesäumt von Flaggen und Standarten.

In einem Nachlass eines ehemaligen Kameramann fanden wir neben vielen anderen zeitgeschichtlich bedeutsamen Filmen auch eine Rolle mit bisher nie gezeigten Aufnahmen der 1. Mai Feier 1933 auf dem Tempelhofer Feld in Berlin.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.04.2016

In diesem Jahr jährt sich der 80. Jahrestag der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin.

Da wir jahrzehntelang gezielt Privatfilmmaterial zu diesem Großereignis gesammelt und heute den weltweit größten Archivbestand zu diesem Thema besitzen, liefern wir derzeit an zahlreiche Produktionen aus dem In- und Ausland Ausschnitte aus Amateurfilmaufnahmen, mit denen die Ereignisse von damals umfassend bebildert werden können.

Die hier eingestellten Aufnahmen zeigen ua. die Ankunft einer irischen Jugendgruppe, die als Gast der HJ die Olympischen Spiele von Berlin miterlebten

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 25.04.2016

Im Zuge einer Sichtung in Mannheim, Stuttgart und Karlsruhe konnten wir mehrere Rollen mit Privatfilmaufnahmen für unser Archiv erwerben.

Historisch interessant sind vor allem längere Szenen aus dem Fort Eben Email unmittelbar nach der Eroberung sowie Farbaufnahmen der Maginot-Linie und aus dem Westfeldzug.

Eine weitere Ergänzung unseres Bestandes bilden Farbfilmaufnahmen aus den Jahren 1941/42, die während verschiedener Urlaubsreisen in Deutschland entstanden sind.

Unser Dank gilt an dieser Stelle auch einer aufmerksamen Besucherin unserer Website, die uns heute auf einen Filmbestand aufmerksam gemacht hat, der sich im Familienbesitz befindet und diverse Ereignisse der Jahre 1936 bis 1944 in Berlin beinhaltet. Wir kommen auf diesen Bestand zurück, sobald wir ihn für unser Archiv erworben haben.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 21.04.2016

Das Thema “Sicherung von Kunstgegenständen und Beutegut” durch amerikanische Spezialeinheiten bei Kriegsende ist spätestens seit dem Film “Monuments Men” einem breiteren Publikum bekannt geworden. Originales Filmmaterial zu diesem Thema ist bis heute so gut wie nicht bekannt.

In einem umfangreichen Nachlass fanden wir jetzt zahlreiche 35-mm-Farbfilme, die im Mai 1945 von einem deutschen Kameramann im Auftrag der US-Behörde gedreht wurden und bis heute vollkommen unbekannt sind.

Die Filme sind von großem historischen Wert, denn sie dokumentieren neben der Sicherung und Restaurierung von Kunstgegenständen auch den Alltag in Deutschland unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

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